Genua ist die Hauptstadt Liguriens und
hat rund 610.000 Einwohner. Es zieht sich rund 35 km an der
Mittelmeerküste entlang. Was Genua einzigartig macht,
sind die
riesige Altstadt, eine Vielzahl prachtvoller Kunst- und Bauwerke
sowie der belebte Hafen, einer der größten des
Mittelmeerraums.
Die Altstadt von Genua (Centro Storico) ist mit einer Fläche
von
ungefähr 4 km
2 die
größte Altstadt Europas. Sie ist
durch schmale, dunkle Gassen, sowie Hinterhöfe,
Arkadenplätze und Esplanaden charakterisiert. Viele der alten
Häuser sind jedoch nicht mehr im besten Zustand. Der
fortschreitende Verfall ist in manchen Bereichen unübersehbar.
Dennoch oder vielleicht gerade wegen ihres angekratzten
Äußeren strahlt die Stadt sehr viel Flair aus.

Immerhin ist in den letzten Jahren einiges im Sinne der Stadterhaltung
und -entwicklung
passiert. Die prunkvollen Palazzi erstrahlen fast alle wieder in neuem
Glanz, 1992 wurde der alte Hafen durch den Architekten Renzo Piano
renoviert, im gleichen Jahr ist
das im Krieg zerstörte Teatro Carlo Felice nach
einem Entwurf von Aldo Rossi wieder aufgebaut worden. Viele
repräsentative Gebäude, Wege und Plätze
wurden saniert.
Und in das Centro Storico zieht auch seit geraumer Zeit wieder neues
Leben
ein, sagen Leute, die sich in der Stadt auskennen. Hier sind neue
Läden und Lokale entstanden und
das Viertel ist im Gegensatz zu früheren Zeiten wieder zu
einer gefragten Wohngegend geworden.
Um sich über Genua oder auch nur die Altstadt ein
richtiges Bild machen zu können, braucht
man auf jeden Fall mehr als einen Tag. Bei den Stadtrundgängen
entdeckt man immer wieder etwas neues und überraschendes.
Genua ist eine Stadt voller
Gegensätze: Historisches und Modernes, Prunk und Verfall, Enge
und Weite, Dunkelheit und Licht begegnen einem.
Bars und Cafes gibt es in Hülle und Fülle. Dort kann
man bei
seinen Touren durch die Stadt eine gemütliche Pause einlegen.
Die Einheimischen treffen sich gern im Cafe
Doge auf der Piazza Matteotti.
Wenn man nicht längere Zeit in Genua verweilen kann, sollte
man eine Stadtrundfahrt machen, um möglichst viel von der
Stadt zu sehen und Wissenswertes zu erfahren. In den kühleren
Monaten muss man allerdings
mit
seiner Kleidung auf die offenen Busse eingerichtet sein. Der Start ist
am Hafen.
Es werden auch einstündige Hafenrundfahrten mit dem Schiff
angeboten. Dabei kann man die einzelnen Bereiche des Hafens umfassend
erkunden und das geschäftige Treiben dort beobachten.
Unzählige Kunstdenkmäler, Museen,
Kulturstätten und Prachtbauten durchziehen die
Stadt. Die nachfolgende Liste von Sehenswürdigkeiten ist nur
eine kleine Auswahl. Daneben gibt es noch etliche Palazzi, Kirchen und
Plätze, die einen Besuch wert sind.
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Acquario: 50 Becken, u.a. Delfine, Haie, Streichelbecken
mit Rochen, Regenwald-Darstellung
Belvedere L. Montaldo/
Spianata
Castelletto:
Aussichtspromenade, erreichbar mit dem Aufzug von der Piazza Portello
Christoph-Kolumbus-Haus:
es wird angenommen, dass Kolumbus hier 1451 geboren ist
Dom San Lorenzo:
Ursprünge 5./6. Jahrhundert, mehrfach erweitert und
umgebaut, Kuppel 1894-1900
Galleria di Palazzo Bianco:
zeigt Gemälde ligurischer
Künstler, auch Albrecht Dürer und Anton van Dyck
Galleria di Palazzo Rosso:
beinhaltet u.a. Werke von Dürer und van Dyck
Hafen: 1992
renoviert durch Renzo Piano
Lanterna di Genova:
Leuchtturm, 117 m hoch, 1128 erbaut, um 1543 nach
Beschädigung wieder aufgebaut
Mercato orientale:
größte Markthalle
Museo di Architettura e
Scultura Ligure: ligurische Bildhauerkunst
des 6.-18. Jahrhunderts, Grabmale für Simone Boccanegra
(1.
Doge) und
Margarete von Brabant (Frau des Kaisers Heinrichs VII, nur
noch Reste des Grabmals vorhanden)
Museo Nazionale del Mare:
größtes Schifffahrtsmuseum
im Mittelmeerraum
Palazzo Ducale:
ehemaliger Dogenpalast aus dem 13. Jahrhundert, im
Innenhof
befindet sich ein Antiquitätenmarkt
Palazzo San Giorgio:
1260 errichtet, 1912 Fassadenbemalung von Ludovico
Pogliani, die Fassade wird leider durch die in den 70er Jahren gebaute
Schnellstraße verdeckt
Parco Urbano delle Mura:
Genuas grüne Lunge, mit 9 km
Festungsmauern aus dem 17. Jahrhundert
Piazza Banchi:
im 13. Jahrhundert erste Warenbörse der Welt,
später Patrizierplatz
Piazza Corvetto:
Reiterstandbild von Vittorio Emmanuele II di Savoia,
Bildhauer Francesco Barzaghi, der Platz ist Luigi
Corvetto gewidmet, einem Politiker aus
der Napoleonzeit
Piazza San Matteo:
Kirche San Matteo von 1278, u.a. Palazzo Quartara
mit Relief des Drachentöters
Georg (Giovanni Gagini 1457), Palazzo
di Lamba Doria, Palazzo di
Andrea Doria
Porta Soprana:
zweitürmiges Stadttor, Teil der Stadtmauer aus
dem 12. Jahrhundert
Santa Maria di Castello:
romanische Kirche des 12. Jahrhunderts, im
15./16. Jahrhundert wurde ein Dominikanerkloster angebaut
Strade Nuove:
Altstadtteil mit den Palazzi dei Rolli,
UNESCO-Weltkulturerbe, die meisten Palazzi befinden sich entlang der
Via
Garibaldi, Via Aurea und Via Balbi, sie waren im Besitz reicher
Adelsfamilien und Kaufleute, erbaut im16./17. Jahrhundert, in
den 90er Jahren
restauriert
Teatro Carlo Felice: nach der Zerstörung im 2.
Weltkrieg 1992
nach
einem Entwurf von Aldo Rossi postmodern wieder aufgebaut
Villa Croce: zeitgenössische Kunstgalerie
Standseilbahn zum
Righi-Hügel:
über 100 Jahre alt, geht zum schönsten
Aussichtspunkt der Stadt
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Mit dem nachfolgenden Link findet man interessante Reportagen
über
Genua und Ligurien, auch der Blog und die Bildergalerie auf
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